Die Ranchbewohner

Meine Pferde werden bei mir so Artgerecht wie möglich gehalten. Dazu gehört das nicht Eingesperrt sein. So können die Pferde selbst entscheiden, wann sie in den Stall wollen. Trinkwasser und Heu sind auf der Ranch verteilt, so müssen die Pferde viel laufen. Leider wissen viele meiner Ranchbesucher immer noch nicht, das Boxenhaltung weder Artgerecht noch „Schön“ für Pferde ist. Sie sind oft irritiert über meine offenen Ställe und erstaunt wie selten sie von meinen Pferden besucht werden.

  • Profi

    unser Schwarm der 3 – 6 jährigen Reiterinnen. Er wurde an der Kette gehalten und biss, als er zu mir kam. Die ersten Wochen hatte er nur Muskelkater und Verspannungen, da er das Laufen nicht gewohnt war. Heute wird auch er mit dem Bändele geritten. Ganz selten schnappt Profi, wenn er die Faxen dicke mit uns Menschen hat. Er ist das Sponsor Shetty von Fam. Ziegler.

  • Sissi-Lynn Haflingerstute war eine psychisch gestörte, sehr ängstliche aber angriffslustige Stute. Sie griff vor allem unruhige Kinder an. Wenn man sie von der Koppel holen wollte, kam sie mit gebleckten Zähnen an galoppiert und haute aus, wenn sie nahe genug auf Menschenhöhe war. An Aufsteigen und Reiten war gar nicht zu denken! Heute geht es mit ihr gut. Sie ist jetzt prima zu reiten und lässt sich einfangen. Ruhige größere Kinder mag Sissi – Lynn sogar. Ein paar Verhaltensregeln muß man bei ihr beachten, aber das ist o.k.. Am 14.7.2008 bekam sie mein erstes Hengstfohlen Sir Gin jagget No.1. Der Vater ist Ramies.
  • April meine Warmblutstute ist mein Pechvogel. Sie war in ihren ersten 9 Lebensjahren oft krank. Mal hatte sie 1 Jahr etwas mit dem Huf, mußte schon nach einem Unfall in die Klinik und, und, und…. Sie lässt sich aber traumhaft reiten und vertritt ihre Mutter Katja würdig. April ist ein Geschenk von Familie Eisenschmidt.
  • Mathilde, eines der Ponys wurde in Dänemark vor dem Schlachter gerettet. Nach einem Spendenaufruf von einer Reiterin Namens Elisabeth übers Radio, halfen viele Leute Mathilde zu retten. Sie sollte geschlachtet , werden weil sie nicht mehr reitbar war. Sie warf die Touristen am Strand ab, stieg und buckelte und war nicht erzogen. (So auch ein Artikel in der Bildzeitung.) Heute ist sie ein gutes Schulpferd für meine mittelgroßen Reiter. Ein Jahr hat Mathildes Ausbildung gedauert. Ich habe rausgefunden, dass Sie panische Angst vor Wasser hat. Kein Wunder, dass sie am Strand immer gestiegen ist!
  • Niagara ist die Braunschecke, Niagara Stubboness ist eines meiner Schulpferde. Sie ist manchmal etwas Eigensinnig, deshalb der Name. Man sitzt bei ihr wie auf einem Sofa, ohne Sattel. Nach ihren zwei Fohlen hat sie leider einen Hängerücken bekommen. Aber mit guter Boden- und Reitarbeit kann man ihr etwas helfen.

Die Rappschecke ist Southern turn a Girl Gina die Tochter von Niagara ist nicht für Reitanfänger geeignet. Sie läßt sich super gut reiten und ist sehr lernwillig. Gina hat ein ausgesprochenes Sprungtalent. Zäune, ob mit Stromlitze oder aus Holz, überwindet Gina bis 1,50 m fast aus dem Stand. Sie ist sehr frech, am liebsten scheucht sie meine „Rentner“ Pferde herum.

  • Ramies von der Flower – Horse – Ranch ist mein Schwarzwälder Hengst mit seiner bodenlangen Mähne. Er ist im September 2007 zu mir gekommen. Wir mußten viel Bodentraining machen. Mit seinen damals 12 Jahren war noch viel Grundausbildung nötig. Das fing beim einfachen Stillstehen an und hörte beim Respekt auf. Er wurde vorher nur gefahren und selten geritten. Jetzt sind wir ein Team. Ramies hat einen guten Charakter und ist eine Seele von Hengst. Er ist Vater von Gin & Mojak.
  • Golia-Goldika eine Warmblutstute, ist im November 2008 zu mir gekommen. Sie ist jetzt auf „western“ umgeschult, da sie aus der englischen Reitweise kam. Aber sie ist kein Anfänger Pferd, da sie sehr korrekt geritten werden muß. Sie braucht genauste Schulterkontrolle und gute Anlehnung, sonst wird sie unsicher und fällt in einen unkontrollierten Galopp.

 

  • Gin jagget No. 1 wurde am 14. Juli 2008 bei mir auf der Ranch geboren. 4 Wochen zu früh, er war aber sooo proper, das er raus mußte! Gin ist der Sohn von Ramies und Sissi – Lynn. Er sieht jetzt schon so aus wie sein Vater! Als er geboren wurde hatte er ein Zickzack als Blesse. Leider ist es verschwunden, aber der Name ist so entstanden. Gin, wie der Geist aus der Flasche und jagget heißt auf englisch gezackt.

 

  • Mojak ist das linke Pferd. Mojak petite crash No. 2 wurde bei mir am 12. Oktober 2008 geboren. Er ist der nicht geplante Sohn von Ramies und Niagara. Er ist ein mobiles und sehr zartes Pferdchen, keine Schecke. Da er nicht geplant war ist sein Name auf deutsch: Nie stiller, kleiner Unfall. Mojak ist indianisch = nie still, petite ist französisch = klein und crash ist englisch = Unfall.

 

  • Guiness Lip-Stick Irisch Tinkerstute, habe ich 2009 aus Köln geholt. Sie war bei der Vorbesitzerin als Zuchtstute und wurde nicht geritten. Die Vorbesitzerin bezeichnete Guiness als autistisch. Als ich damals ihre Box betrat, war das zu merken. Jetzt hat sie sich auf der Ranch eingelebt und ist ins Leben zurück gekehrt. Stellt Euch mal vor, sie hatte einen ganz schlimmen, verfaulten & kaputten Backenzahn!!! Der wurde gezogen. Sie hatte schon über Jahre Schmerzen! Kein Wunder das sie so abwesend erschien. Bei mir auf der Ranch steht Guiness in der Rangordnung weit oben und lässt sich nicht mehr das Gras aus dem Maul nehmen. Auch mit der Reitausbildung geht es voran. Ich habe sie an die Trense gewöhnt und auf western umgestellt.

 

  • Santa Fe meine Haflinger Stute. Eine ganz liebe Pferdeseele, ich arbeite zur Zeit immer noch viel mit ihr. Sie kannte beim Reiten keinerlei Hilfen, wie Schenkeldruck. Beim Galopp wurde ihr grob am Maul gerissen, deshalb hat sie noch oft Angst und wehrt sich gegen das Trensengebiss. Auch in ihrer Grundausbildung fehlten noch viele wichtige Komponenten. Aber sie ist sehr klug, flott und dankbar für gewaltloses reiten.

 

  • Butch – Kessedy mein drittes Pony, bekam erst sehr spät seine bleibenden Zähne, da er viel zu lange gesäugt wurde. Als er auf die Ranch zog hatte er eine furchtbare Fehlstellung der Hufe. Das hat sich durch gute Hufpflege etwas gegeben. Er sollte auch ein Shetty sein, aber er wächst immer weiter und ist schon bei Widerristhöhe 1,10 m. Er ist der „Spielfred“ der Ranch und stiftet alle anderen Pferde zum raufen an.
  • Jinx – Spotlight meine BrauntigerscheckeSpotty habe ich 2010 bei ebey-kleinanzeigen gefunden. Ich habe mich sofort in ihn verliebt!!! Er wurde als schwieriges, dominantes Pferd verkauft. Nicht für Kinder und Anfänger geeignet und mit schwer zu reguliereden Vorwärtsdrang. Er war aus zweiter Hand und die Besitzer konnten mir nicht viel zu ihm sagen, nur das er im Gelände auf dem Nachhauseweg rast. Darum wurde er nur auf Kandarre geritten. Und wie sieht es nun aus??? Na er ist hengstig, aber nicht dominant. Er steht im Rang unter den Ponys und spielt gerne den Hengst. Bei mir wird er ohne Gebiss oder höchstens mit Snaffelbit geritten. Auch bei ihm fehlten viele Grundlagen, er hatte kein Vertrauen zum Menschen. Spotty hat viel gelernt und vertrauen bekommen, er ist einfach Klasse!!! Das Gezackel auf dem Nachhauseweg im Gelände haben wir nach dem einen Jahr in den Griff bekommen.
  • Marry – Lu Kaltblutstute

Marry ist das letzte Pferd welches am 5.März 2012 auf die Ranch gezogen ist. Sie kommt direkt aus der Niederlande und hatte hier in Deutschland zwei Vorbesitzer. Diese kamen nicht besonders mit ihr aus. So merkte ich schnell, daß sie nicht gut ausgebildet ist und viele Grundlagen fehlen. Weiter gab sie nur schwer die Hufe, schnappte nach Menschen, war verbettelt und setzte ihre ganze Kraft gegen meine Pferde ein. Ich hatte den Verdacht, daß sie die Pferdesprache verlernt hatte. Das hat sich jetzt gegeben und sie ist gut in die Pferdegruppe aufgenommen. Als ich sie zum Erstenmal gesehen habe ließ sie sich nur schwer Aufhalftern, hatte sogar panische Angst vor der Trense und unterm Sattel griff sie andere Pferde heftig an, egal ob ein Reiter darauf saß.

Diese Probleme haben wir gelöst. Trotzdem gibt es noch viel mit ihr zu erarbeiten. Das Besondere ist bei Marry ihre Fellfärbung. Das Fell wird beim Übergang zum Sommerfell fast weiß und nur der Kopf bleibt braun.

 

 

  • Chico ist ein Kater aus dem Tierheim Berlin von Fam. Steinert.
  • Mister Runkel mein Wiesenauer Minischweineber. Er wurde mir geschenkt von Frau Strech. Er sollte eigentlich in der Wohnung gehalten werden, aber mit seiner Größe und seinen Eckhauern machte er viel Schaden. Bei mir wird er wie es ein Schweine braucht gehalten.

 

  • Schlitzohr & Hasi meine Zwergkaninchen. Schlitzohr wurde ausgesetzt und in Fürstenwalde gefunden. Er wurde kastriert und wohnt mit Hasi zusammen, die mir von Reiterinnen geschenkt wurde.

 

  • Rover Grey Deutsche Dogge. Seit November 09 als Welpe bei mir. Ich habe ihn zwar von privat, aber Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, was dort für Zustände waren! Rover war sehr dünn und verfloht und wurde im unbeheitztem Hühnerstall gehalten. Dabei war damals schon Frost. Jetzt hat er sich prächtig entwickelt.

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Zur Zeit leben auch 4 Laufenten auf der Ranch, 1 weißer Seidenhahn und Hühner.

Vor 3 Jahren ist eine arme kleine Zwergziege auf die Ranch gezogen. Sie war in einem kleinen, engen Verschlag eingepfercht, weil sie immer bockte. Von einer Frau gerettet und zu mir gebracht, habe ich es jetzt auch mit dem Ziegenflüstern zu tun. Sie heißt Triniti und ist nicht gerade hübsch. Schafskopf, Unterbiss und als sie kam war sie auch noch dick! Triniti kann es nicht leiden von Fremden angefasst zu werden und wenn sie bockt, brummt sie wie ein Bär.                                                                                                                        Sie hat sich eingelebt und auch abgenommen. Leider hatte die Idee sie mit Billy zusammen zu bringen nicht funktioniert. Ich hatte vergessen, daß Billy sich als Pferd fühlte. Er hatte gezittert,sich hinter den Pferden versteckt und ist davon gelaufen, als er die Ziege sah.Trini benimmt sich wie ein Hund. Sie läuft mir den ganzen Tag hinterher und meckert, wenn kein Mensch zu sehen ist.